Unsere Geschichte

Betrachtung des Fredener Feuerlöschwesens

Verfasser : Otto Wilhelm

Die Entwicklung der Technik in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts trug wesentlich zur Verbesserung des Feuerlöschwesens bei. Als im Mittelalter und bis vor etwa 150 Jahren noch ganze Stadtteile und Dörfer niederbrannten, lag das nicht nur an der Bauweise der Häuser, die meistens aus Holz gebaut waren, sondern zum großen Teil an dem Fehlen eines organisierten Feuerlöschwesens. Städte wie Alfeld, Gronau, Elze und auch Lamspringe wurden wiederholt von Feuerbrünsten heimgesucht. Freden ist glücklicherweise von derartigen Bränden verschont geblieben.

Bereits im Jahre 1765 schuf die hannoversche Landesregierung die erste Feuerversicherung um die Einwohner vor allzu großem Schaden zu bewahren. Allen Bürgern und Bauern wurde zur Pflicht gemacht, sich ihr anzuschließen. Ja es ging so weit, daß neuverheiratete Hausbesitzer erst ihren Trauschein ausgehändigt bekamen, wenn sie ihre Beitrittserklärung vorlegten. Die Versicherung erstreckte sich damals lediglich auf die Gebäude, Hausrat war ausgeschlossen.

Mit Erneuerung der Feuerordnung im Jahre 1775 wurde jeder Ortschaft die Anschaffung vorgeschriebener Löschgeräte auferlegt, bei Bränden in Nachbarorten zu helfen und die Meldung eines Brandes mit Glockengeläut erkenntlich zu machen. Für die erste einsatzbereite Spritze, die Brände bekämpfte man seinerzeit mit Handdruckspritzen, wurde eine Prämie gezahlt. Schon bald wurde die Bereitstellung von Feuerlöscheimern für jedes Haus, eine laufende Überprüfung der Löschgeräte und der Gebäude, insbesondere der Schornsteine, angeordnet. Bis etwa 1900 hatte fast jede Gemeinde ihre eigene Spritze, und wo diese fehlte, griff die Behörde ein.

Bis 1902 hatte man im größten Teil des Kreises Alfeld die Pflichtfeuerwehren geschaffen. Alle Männer im Alter von 17 bis 60 Jahren mußten diesen angehören. Ein Brandmeister trat unter vorheriger Bestätigung durch den Landrat sein Amt für jeweils drei Jahre an.

Mit der Einführung des elektrischen Lichts war die Brandgefahr schon auf ein Minimum zurückgedrängt. Die vor und nach der Jahrhundertwende ( 20. ) geschaffenen freiwilligen Feuerwehren, in Klein Freden wurde sie 1912 unter der Bezeichnung Turnerfeuerwehr ins Leben gerufen, boten eine weitere Entlastung. Der Ortsteil Groß Freden stand noch lange Zeit im Schutze der Pflichtfeuerwehr.

Als in den Jahren 1923 / 1924 die Gemeinde von drei Großbränden heimgesucht wurde, und die betroffenen Gebäude restlos in Flammen aufgingen, sah man immer mehr die Nachteile einer Pflichtfeuerwehr. Undiszipliniert und mit ungepflegten Feuerlöscheinrichtungen war sie von vornherein machtlos gegen solche Brände. Es fanden sich bald beherzte Männer wie August Windrich, Heinrich und August Mennecke, die sich mit besonderem Nachdruck für das Feuerlöschwesen einsetzten. Ein Aufruf an alle Männer im Alter von 18 bis 40 Jahren zur Freiwilligkeit im Löschwesen wurde von dem damals diensttuenden Gemeindevorsteher Karl Nolte unterschrieben. Schon am 25.01.1925 kam es zur Gründung der Feiwilligen Feuerwehr in Groß Freden mit 68 Mitgliedern. Zum ersten Wehrführer wurde August Windrich gewählt. Die Aufbauarbeiten gingen mit Riesenschritten vorwärts. Uniformstücke wurden aus eigenen Mitteln beschafft, ebenso die Ausbesserungen der Feuerlöscheinrichtungen.

Die Beteiligung am Dienst war tadellos. Ein besonderer Höhepunkt war das 10 - jährige Bestehen der Wehr, das festlich in drei großen Zelten gefeiert wurde. Eifriger denn je nahm man danach den Dienstbetrieb wieder auf. Jüngere Jahrgänge lösten die älteren ab. So ging auch August Windrich in den Ruhestand. Er wurde durch August Mennecke ersetzt, unter dessen Führung die Wehr ebenfalls einsatzbereit und schlagkräftig war.

1939 wurden 85 0er Wehrmänner eingezogen. Es war ein harter Schlag und nur durch die Anschaffung einer Motorspritze, die die Männer der älteren Jahrgänge bedienten, konnte die große Lücke überbrückt werden. Wehrführer August Mennecke hatte dabei seine ganze Kraft zur Verfügung gestellt. Mit dem Kriegsende schien auch das Ende der Freiwilligen Feuerwehr gekommen. Mennecke mußte krankheitshalber den Dienst aufgeben.

August Frühling wurde danach von seinen Kameraden zum Wehrführer ernannt. Trotz der trostlosen Lage gelang der Wiederaufbau einer starken und funktionierenden Feuerwehr wie sie vor dem Krieg bestanden hatte. Parallel zu der Wehr in Groß Freden bestand in Klein Freden die im Jahr 1912 gegründete Turner - Feuerwehr. Hier waren die Wehrführer Ludwig Traupe und Friedrich Nolte.

Nach dem Ableben von Friedrich Nolte wurde im Jahr 1926 durch den damaligen Bürgermeister Heinrich Fischer eine Versammlung interessierter Bürger einberufen und eine freiwillige Feuerwehr gegründet. Ihr erster Wehrführer war Otto Heine. Die Nachfolge als Wehrführer übernahm langjährig Hugo Gundelach.

Der erste Wehrführer nach dem zweiten Weltkrieg war Karl Hesse.

Die Feuerwehr in Freden nach dem zweiten Weltkrieg

Verfasser : Otto Wilhelm und Udo Rittierott

Mit der Zusammenführung der beiden politischen Gemeinden Groß - Freden und Klein - Freden am 01.10.1948 wurde die Eigenständigkeit der Feuerwehren beendet. Sie wurden zu einer Feuerwehr Freden zusammengeschlossen und erhielten die Bezeichnungen Löschzug 1 und Löschzug 2. Ihr erster Ortsbrandmeister wurde August Frühling und sein Stellvertreter Hermann Wecke. Nach August Frühling wurde Hugo Kiehne am 02.02.1951 zum Ortsbrandmeister gewählt. Sein Stellvertreter blieb Hermann Wecke.

Die Führung der Löschzüge lag nach Hugo Kiehne in den Händen von Franz Richert, Jürgen Hoppmann, Udo Rittierott und Lutz Brodtmann für den Löschzug 1 und Karl Reinert, Willi Hartung, Günter Hartung, Wolfgang Nienstedt, Heinz - Erwin Hoppmann, Dieter Blümel und Wolfgang Seifert für den Löschzug 2. Die Bezeichnung Löschzug ist inzwischen aufgrund der Struktur nach dem Niedersächsischen Brandschutzgesetz aufgehoben. Die Einteilung erfolgt jetzt nach Gruppen. Gruppenführer waren und sind Wolfgang Seifert, Heiko Jünemann, Lutz Brodtmann, Matthias Luhn und Sebastian Kiehne.

Im Jahre 1956 erfolgte die Wahl Hugo Kiehnes zum Unterkreisbrandmeister des Unterkreises Freden (Landkreis Alfeld). Unter seiner Führung wurde die Beschaffung eines LF 8 / TS am 27.02.1964 und eines MTW am 10.02.1970 vorgenommen. Seine Amtszeit als Unterkreisbrandmeister endete am 06.06.1974. Nach einer Neustrukturierung im Landkreis erfolgte seine Ernennung zum Gemeindebrandmeister bis zu seinem Ausscheiden am 27.04.1977. Gleichsam mit der Berufung Hugo Kiehnes zum Gemeindebrandmeister wurde Günter Hartung zum Ortsbrandmeister ernannt. Ihm oblag auch die Stellvertretung des Gemeindebrandmeisters.

Am 27.04.1977 übernahm Günter Hartung die Funktion des Gemeindebrandmeisters aus den Händen von Hugo Kiehne. Nachfolger als Ortsbrandmeister wurde Franz Richert, gleichzeitig übernahm er die Funktion des stellvertretenden Gemeindebrandmeisters. 1987 legte Franz Richert seine Aufgaben in jüngere Hände. Es wurde Jürgen Rutha als Nachfolger gewählt. Nach Erreichen der Altersgrenze von Günter Hartung 1989 übernahm Jürgen Rutha die Leitung der Ortsfeuerwehren in der Samtgemeinde Freden bis 2004. Neuer Gemeindebrandmeister wurde Uwe Wetteborn aus Wetteborn. Sein Stellvertreter ist Udo Rittierott, ebenfalls seit 2004.

Die Ortsfeuerwehr wählte daraufhin Jürgen Hoppmann zum Ortsbrandmeister und Dieter Blümel zu dessen Stellvertreter. Nach nur einem Dienstjahr mußte Kamerad Hoppmann aus gesundheitlichen Gründen ausscheiden. An seine Stelle rückte dann nach einem Versammlungsbeschluß am 31.08.1990 Otto Wilhelm als Ortsbrandmeister. Ab April 1998 übernimmt dann Udo Rittierott das Amt des Ortsbrandmeisters. Am 30. April 2012 endet seine Amtszeit auf eigenem Wunsch. Zu seinem Nachfolger wird Holger Schmidt gewählt.

In enger Zusammenarbeit wurde eine moderne und technisch qualifizierte Wehr formiert. Aus den Anfängen der Stationierung in kleinen Feuerwehrhäusern am Friedhof in Groß - Freden und in der Kainestrasse in Klein - Freden wurden neue Unterkünfte an der Sülbachstrasse und letztlich an der Winzenburger Strasse erworben und ausgebaut. Mit dem vermehrten Aufkommen von Atemschutz wurde 2007 ein Atemluftkompressor für die Samtgemeinde im Feuerwehrhaus Winzenburger Strasse eingebaut. Zusätzlich erhielt der Unterrichtsraum eine moderne PC-Anlage.

Der Stützpunktfeuerwehr Freden stehen heute fünf Fahrzeuge zur Verfügung : 1 ELW, 1 VRW, 1 LF 8 / TS, 1 TLF 16 / 24 sowie ein SW 1000 ( Kreisfahrzeug ). Dem Neukauf eines LF 8 /TS 1995 folgte die Anschaffung eines TLF 16 / 24 im November 1998. Gleichzeitig wurde das in Freden stationierte TLF 8 der Ortsfeuerwehr Winzenburg überstellt. Im Jahr 2004 wurde der ELW gegen ein im Jahr 2001 gebautes Fahrzeug ersetzt. Im Jahr 2005 erfolgte der Austausch des VRW ( VW Passat Kombi ) gegen einen VW T4 Transporter. Dieses Fahrzeug beinhaltet die technische Ausrüstung zur Rettung und Bergung. Außerdem erhielt die Feuerwehr ein Power - Moon Beleuchtungsgerät, sowie ein 8kVA-Stromerzeuger aus eigenen Mitteln. Mit Einführung neuer Normen für Einsatzbekleidung erfolgte die Anschaffung von kompletter Einsatzbekleidung nach EN 469, ebenfalls mit eigenen Mitteln, in den Jahren 2006/07. 2010 wird ein ELW der Kreisfeuerwehrbereitschaft der Ortsfeuerwehr übergeben. Das Fahrzeug, ein Ford - Fahrgestell, ist mit neuester Kommunikationstechnik ausgestattet. Der gemeindeeigene ELW wird in der Ortsfeuerwehr Winzenburg stationiert.

Ende 2011 wird durch die Feuerwehr und die Verwaltung über ein zukunftsorientiertes Fahrzeugkonzept für unsere Feuerwehr nachgedacht. Erste Gespräche verdeutlichen den demografischen Wandel und die erweiterte Technik als Hauptpunkte. Zusammenfassung der Technik und Konzentration von Personal führen zu neuen Wegen in der Fahrzeugbeschaffung. 2012 wird daher die Beschaffung eines HLF 20 beschlossen. In Zusammenarbeit zwischen Kommune, Landkreis und Feuerwehr führt im Juli 2013 zur Indienststellung unseres HLF 20/16 auf Iveco - Fahrgestell und Aufbau. Gerät und Ausrüstung des LF 8 und des VRW sind jetzt dort verlastet. Zusätzlich wird die technische Ausrüstung und die Feuerlöschtechnik auf den neuesten Stand gebracht. Das in der Sülbachstrasse stationierte LF 8 wird mit der Übernahme des neuen Fahrzeugs in die Ortsfeuerwehr Wetteborn überstellt.  

Durch die Neuorientierung im Fahrzeugkonzept wird die Ortsfeuerwehr personell und organisatorisch neu aufgestellt. Es erfolgt ein Umbau im Feuerwehrhaus Winzenburger Strasse zur Aufnahme der persönlichen Ausrüstung aller aktiven Kameraden der Wehr. Der Dienstbetrieb erfolgt nun ausschließlich gemeinsam in der dortigen Unterkunft.

Mitte der siebziger Jahre wurde durch den damaligen Landkreis Alfeld und später dem Landkreis Hildesheim überörtliche Dienste im Feuerwehrkreisbereitschaften geschaffen. Die Ortsfeuerwehr nimmt seit dieser Zeit regelmäßig an der Arbeit in diesen Einheiten teil. Zudem wurden Technische Einsatzleitungen im Kreis aufgestellt. Diese Einheit wurde ebenfalls maßgeblich durch Kameraden unserer Wehr unterstützt.

Nach der Gründung der Wehr in Groß - Freden wurde der Wunsch nach einer eigenen Musikabteilung laut. Der damalige Gemeindevorsteher und der Wehrführer waren Initiatoren der Gründung dieser Abteilung. Hierzu zählte außerdem der erste Kapellmeister Ernst Schmidt. Von Jahr zu Jahr verbesserte musikalische Leistungen waren nicht zuletzt ein Verdienst der Kapellmeister Ernst Schmidt, Otto Cottin, Oskar Klingebiel, Heinz Klüger und Dieter Gerling.

Mit der Übernahme des Löschzuges 2 vom ersten Löschzugführer Karl Reinert durch Willi Hartung wurden neue Maßstäbe gesetzt. Als erfahrenen und ausgebildeten Berufsfeuerwehrmann konnte er sein Wissen vermitteln. Dank seiner Initiative und dem Begehren junger Feuerwehrmänner ist die Gründung des Musikzuges 2 erfolgt, deren Mitbegründer Günter Hartung und Werner Sebesse noch aktiv mitwirken. Erster Kapellmeister war Josef Schölzel. Nach seinem Ausscheiden übernahm am 01.07.1962 Ulrich Stockmar die Leitung. Weitere Dirigenten waren Hermann Bertram, Heinz Klüger und letzlich Bernd Baumert. Das kulturelle Leben in Freden wurde durch die Musikzüge 1 und 2 maßgeblich mitgeprägt.

Im Jahr 2002 erfolgte die Zusammenlegung beider Musikzüge aufgrund starken Rückgangs der musiktreibenden Kameraden in beiden Zügen. Leider konnte dadurch ein weiteres Abschmelzen der Beteiligung nicht aufgefangen werden. So musste der Musikzug im Frühjahr 2004 seinen Dienstbetrieb aufgeben.

Seit 1976 strebten Jugendliche zur Ortsfeuerwehr. Sie wurden in einer Jugendgruppe zusammengefasst und es erfolgte die Gründung einer Jugendfeuerwehr. Die Leitung und Ausbildung der Jugendlichen übernahm bis 1996 Heinz - Erwin Hoppmann. Ihm folgte Daniel Baehre und seit 1998 Jürgen Voß. Die Nachfolge von Jürgen Voß trat Ingo Sommerfeld 2007 für ein Jahr und danach Dominik Rutha an. Derzeitiger Jugendwart ist Christopher Heipke nach Bestätigung durch das Ortskommando im Jahr 2010.

Im Jahr 2009 erhielt die Feuerwehr Freden eine Kinderfeuerwehr. Die Leitung liegt bei Anja Heise und Heidi Sporleder. Das Ziel, Kinder spielerisch an die Feuerwehr heranzuführen ist Hauptaufgabe dieser Abteilung.

Seit etwa einem Jahrzehnt ist die Brandschutzerziehung Aufgabe der Feuerwehr. Das Heranführen der Schüler an den vorbeugenden Brandschutz  liegt in den Händen von Ilse Hansemann. 

Groß -,Mittel -, und Kleinbrände, sowie eine Vielzahl technischer Hilfeleistungen haben die Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner in der Vergangenheit immer wieder gefordert. Ein hoher Ausbildungsstand und stetige Weiterbildung sind hier unerlässlich und werden fortlaufend betrieben.

Auch in vielen Wettkämpfen haben die Gruppen aus Freden Erfolge verbuchen können. Besonders zu erwähnen sind die Pokalgewinne auf Kreisebene ( Alfeld ) 1949 unter dem Gruppenführer Hugo Kiehne und 1952 unter Gruppenführer Karl - Heinz Busekrus. Aus der Ortsfeuerwehr hervorgegangen hat Karl - Heinz Busekrus eine Laufbahn eingeschlagen, die als Kreisbrandmeister des Kreises Gandersheim zum Bezirksbrandmeister im Bezirk Hannover und im Niedersächsischen Landesfeuerwehrverband führte. Dies berührt uns mit besonderem Stolz.

Bezirkswettkämpfe wurden unter den Gruppenführern Franz Richert, Erich Froböse und Lutz Brodtmann mit guten Plätzen in den Jahren 1970, 1972, 1974, 1976 und 2002 bestritten. Nach Neugliederung im Land Niedersachsen und der Abschaffung der Bezirke wurde als Gebietskörperschaft Regionen eingeführt. Zusätzlich wurden die Feuerwehren verwaltungstechnisch den Polizeidirektionen unterstellt. Für unseren Bereich ist das die Direktion Göttingen. Leistungswettbewerbe auf dieser Ebene hat unsere Wehr im Jahr 2012 in Northeim bestritten

Die Altersabteilung der Ortsfeuerwehr Freden (Leine)

Verfasser : Franz Richert

Die Ursprünge unserer Altersabteilung beginnen bereits 1948. Zur damaligen Zeit wurden neun junge Männer auf Kommandobeschluß zur Landesfeuerwehrschule nach Celle entsandt. Zum Gruppenführer wurde der Kamerad Hugo Kiehne ernannt. Mit der zweiwöchigen Ausbildung dieser Gruppe änderten sich Art und Einsatz bei der Brandbekämpfung nach dem Krieg. Diese neuen Einsatzformen wurden erstmals von allen Landesfeuerwehrschulen geprägt.

Zwischen den einzelnen Wehren entwickelten sich, meist in Verbindung mit Feuerwehrfesten, Wettkämpfe im näheren Umfeld der Heimatgemeinden. In den folgenden Jahren führten Wettkämpfe auch zu Begegnungen der verschiedenen Wehren auf Kreis - und Bezirksebene. Die Fredener Gruppe konnte ihre Leistungsfähigkeit bei diesen Wettkämpfen immer wieder mit ersten Plätzen unter Beweis stellen. Sie wurde in den folgenden Jahren zweimal Kreissieger, zusätzlich errang sie auf Bezirks - und Landesausscheidungen vordere Plätze.

Aufgrund persönlichen und arbeitsbedingten Gründen zerfiel diese Gruppe nach und nach. Sie wurde in den späteren Jahren durch Nachwuchs ergänzt und änderte dadurch ihre Altersstruktur. Daher wurden die Kameraden der ersten Stunde immer weiter in die Passivität gedrängt und der aktive Dienstbetrieb blieb den Jüngeren überlassen. 1974 / 75 reifte in mir der Gedanke, diese Kameraden wieder in einer Gruppe zusammenzuführen. So gelang es nach einigen Gesprächen, zwölf Kameraden für diese Idee zu begeistern. Bislang hatte man noch nie über die Gründung einer Altersabteilung in unseren Wehren nachgedacht.

Im Sommer 1975 trafen sich diese Kameraden zum erstenmal wieder im Feuerwehrhaus an der Sülbachstrasse. Dort wurde der Beschluß zum monatlichen Dienstabend gefaßt. Dieses ist der eigentliche Beginn einer Altersabteilung in der Ortsfeuerwehr Freden.

Seit weit mehr als 25 Jahren Dienstbetrieb in der Altersabteilung treffen sich die Kameraden immer noch bis zu sechzehnmal im Jahr. Die Dienstabende werden dem Alter entsprechend mehr als kameradschaftliche und unterhaltende Zusammenkünfte, auch mit unseren Frauen, gestaltet. Die Zusammenarbeit in der Ortsfeuerwehr zwischen Altersabteilung und den aktiven Gruppen klappt reibungslos.

Chronik der Jugendfeuerwehr

Verfasser : Heinz-Erwin Hoppmann und Jürgen Voß

Die Jugendwehr der FF Freden wurde nach anfänglichen Schwierigkeiten am 31.01.1978 offiziell ins Leben gerufen. Interessierte Jugendliche waren bereits seit 1976 in den Musikzügen der Löschzüge 1 und 2 tätig. Es folgte der Aufbau einer aktiven Jugendfeuerwehr unter der Betreuung von Dieter Blümel und Ulf Sievers, der am 22.08.78 zum Jugendwart ernannt wurde. Zum Jahresende 1978 bestand die Jugendgruppe bereits aus 17 männlichen Jugendlichen. Sie wurden mit den Grundbegriffen des Feuerlöschwesens vertraut gemacht. Im Jahre 1979 wurden die ersten Übungen durchgeführt und erstmals an Wettkämpfen teilgenommen.

Der erste Höhepunkt für die Jugendgruppe war die Teilnahme am internationalen Zeltlager in Steinhude vom 18.08. - 26.08.1979. Noch in diesem Jahr übernahm Heinz - Erwin Hoppmann die Leitung der Jugendfeuerwehr. In den folgenden Jahren standen erfolgreiche Wettkämpfe im Feuerlösch- wesen der Jugendabteilungen sowie Orientierungsmärsche und die Abnahme von Leistungsspangen auf dem Programm. Ein besonderes Erlebnis war das „Wasserzeltlager“ am Selter, bei dem die anwesenden Jugendgruppen nach sintflutartigen Regenfällen in das trockene Gerätehaus umziehen mussten. Freundschaften wurden geschlossen beim Zeltlager in Wedemark, wo heute noch bei den damaligen Teilnehmern manch schöne Erinnerung wach wird. Auch bei Zeltlagern am Bruchsee, in Wollbrandshausen und Gieboldehausen im Eichsfeld sowie in Garlstorf an der Elbe und Hitzacker wurde viel erlebt. Jugendherbergen wurden besucht in Bremen, Hohegei? und zweimal am Edersee. Erlebnisreich war auch ein zweimaliger Besuch der Nordseeinsel Borkum mit Übernachtung in der dortigen Jugendherberge.

Bei kulturellen Veranstaltungen wie dem jährlichen Weihnachtsmarkt, Aktion Ferienpass und dem gemeinsamen Wintervergnügen der Samtgemeinde-feuerwehr beteiligte sich die Jugendfeuerwehr mit viel Erfolg. Im Laufe der Jahre ergab es sich, dass auch weibliche Jugendliche in den aktiven Dienst der Jugendfeuerwehr eintraten. Erwähnt werden sollen auch die Stellvertreter des Jugendwartes Heinz-Erwin Hoppmann. Es waren Anke Wilhelm, Carsten Hoppmann und Daniel Baehre. Als große Unterstützung galt die Ehefrau des Jugendwartes, Doris Hoppmann, die als Helferin und Betreuerin in der Jugendfeuerwehr vorbildlich mitgewirkt hat.Nach langjähriger Jugendarbeit übergab Heinz-Erwin Hoppmann sein Amt in jüngere Hände.

1996 wurde die Leitung der Jugendgruppe an seinen Stellvertreter Daniel Baehre übergeben. Unter der neuen Leitung fuhr die Jugendfeuerwehr vom 28.08. - 30.08.1998 in ein Heuhotel nach Soltau. Anfang 1999 stand erneut ein Wechsel des Jugendfeuerwehrwartes bevor. Die Nachfolge von Daniel Baehre trat nun Jürgen Voß an. Auch er wird tatkräftig von seiner Ehefrau Marion unterstützt. Im gleichen Jahr wurde auf Gemeindeebene ein Zeltlager veranstaltet, ein Jahr später ein neues Gruppenzelt angeschafft. Durch die großzügige Stiftung einer Fredener Tischlerei bekam man auch endlich neue Wettkampfgeräte. Die Weihnachtsbaumsammlung am zweiten Wochenende des neuen Jahres sowie das Osterfeuer auf dem Mädgenbrink haben bis heute traditionellen Wert und sollen auch weiterhin fortgeführt werden.

Zeitweilig wurde die Arbeit in der Jugendfeuerwehr durch Anja Heise und Peter Westphal unterstützt. So wurden erneut mehrere Fahrten, u.a. nach Schloss Dankern, durchgeführt.
2007 erfolgte die Wahl von Ingo Sommerfeld zum Jugendwart, nachdem Jürgen Voß durch berufliche Gründe dieses Amt nicht mehr ausführen konnte. Nach einem Jahr würde ein erneuter Führungswechsel erforderlich. Jetzt wurde die Jugendwehr durch ein Leitungsteam aus Marion Voß, Janina und Heidi Sporleder betreut. 2009 übernahm dann Dominik Rutha das Amt des Jugendwartes. Sein Stellverter war Janina Sporleder. Im Dezember 2011 trat Christopher Heipke mit Hendrik Schlimme als Stellvertreter in das Amt des Jugendfeuerwehrwartes.

Neben der feuerwehrtechnischen Ausbildung wird auch Wert auf Sport und Spiel gelegt. Schwimmbadbesuche, Orientierungsläufe und Sportwoche gehören ebenfalls zum Freizeitangebot.