Informationen und Hinweise

Welche Knoten werden bei der Feuerwehr genutzt?

Ein wenig Grundinformationen:

Im Feuerwehralltag finden diverse Knoten und Stiche ihre Anwendung.

Hier sehen Sie eine Übersicht der gebräuchlisten Knoten:

Mastwurf:

Der Mastwurf wird zum Anseilen von Geräten beim Hochziehen oder Ablassen, Anschlagen der Leine an einen Festpunkt oder auch zum Sichern einer Saugleitung genutzt. Der Mastwurf ersetzt in einigen Bezirken den Zimmermannsknoten und den Ankerstick.

Halbmastwurf:

Der Halbmastwurf wird genutzt, wenn sich ein Feuerwehrmann oder eine Feuerwehrfrau zur Selbstrettung abseilen muss und dienst als Seilbremse.

Spierenstich:

Der Spierenstich wird nicht allein verwendet und dienst lediglich der Sicherung eines Knotens.

Halbschlag:

Der Halbschlag wird zum Sichern von Saugleitungen und in Kombination mit dem Ankerstich zum Transport von Strahlrohren und Werkzeugen auf z. B. einer Leiter verwendet.

Ankerstich / Doppelter Ankerstich:

Der Ankerstich wird zum Hochziehen oder Herablassen von Werkzeugen verwendet.

Schotenstich:

Der Schotenstich wird zum Verbinden von zwei unterschiedlich dicken Leinen verwendet.

Zimmermannsschlag:

Der Zimmermannsschlag wird verwendet, um Lasten zu Heben oder um einen Saugkorb zu Sichern.

Kreuzknoten:

Der Kreuzknoten kann zum verbinden von zwei gleichdicken Leinen verwendet werden. Der Nachteil hierbei ist, das der Knoten sich sehr eng zusammen zieht und sich sehr schwer lösen lässt.

Rettungsknoten:

Der Rettungsknoten wird zur Rettungs von Personen genutzt. Darf jedoch nur genutzt werden, wenn keine Rettungssätze verfügbar sind. Bei Frauen ist darauf zu achten, dass der Rettungsknoten oberhalb der Brust gelegt wird, da es sonst zu schweren Verletzung der Brust kommen kann.

Achterknoten:

Womit werden diese Knoten gebunden?

Bei der Feuerwehr gibt es zwei Arten von Leinen. Dies sind zum einen die Arbeits- und zum anderen die Fangleinen.

Die Fangleine wird als Rettungs-, Sicherungs-, oder Markierungsleine genutzt und unterliegen einer jährlichen Prüfung.
Sie haben eine Durchmesser von 10 mm und müssen mit der Herstellerkennung, dem Herstellungsjahr und der Norm (DIN 14920) gekennzeichnet sein. Das maximale Alter einer Fangleine ist aus 20 Jahre festgelegt.

Die Arbeitsleinen sind rot eingefärbt und überwiegened ausgemusterte Fangleinen und z. B. als Ventilleine bei Saugkörben verwendet.
Arbeitsleinen dürfen nicht für Sicherheitsrelevante Aufgaben genutzt werden.